Stunning Western Australia

Unsere Songkran Ferien verbrachten wir im weit entfernten Australien. Aber Western Australien ist immerhin "nur" 7 Stunden Flug von Bangkok entfernt und mit nur einer Stunde Zeitverschiebung.

Kommt mit auf unsere lange Reise mit super vielen Fotos aus einem wunderschönen Land am Ende der Welt!

Tag 1 Freitag

Nach einem ok'en Tagflug mit gaaaanz viel Fernsehen und Ausmalbildern Ankunft in Perth und Spaziergang im King’s Park, der größte Stadtpark der Welt. Gute Luft und grün grün grün... aber kein Café oder Restaurant weit und breit. In jeder Hinsicht ganz anders als in Bangkok!

Dazu müssen wir die 120 stufige Jacob‘s Ladder erklimmen.

Tag 2 Samstag

Perth Zoo - ein schöner Zoo! Tolle Bäume und Palmen und dazu Kängurus und ganz besondere Vögel, z.B. der Cassowary, der Gärtner des Regenwaldes, der sogar für andere giftige Früchte essen kann und die Samen in natürlichem Dünger verpackt im Regenwald verteilt, er ist ein Laufvogel, der so groß wie ein Emu werden kann. Seine Beine sehen aus wie aus der Dinosaurierzeit.

Tag 3 Sonntag

Björn holt das Wohnmobil und die Fahrt geht endlich richtig los.

Wir verlassen Perth und machen einen Ausflug zu Pinguin Island, Heimat fuer 1200 Little Pinguins.

 

Weiter geht's, wir freuen uns wie die Schneekönige, dass es neuerdings Aldi in Australien gibt.

Danach ist die Anfahrt zum Martin‘s Tank Campground im Yagorub National Park schon mal abenteuerlich hubbelig. Alle Schränke im Wohnmobil rattern und klappern wie beim Erdbeben!

Nachts sehen wir ein Bushtail Oppossum um unseren Wagen schleichen.

Tag 4 Montag

Wir fahren nach Bunbury, füttern Papageien und bekommen gar nicht genug vom Streicheln der Kängurus im Wildlife Park. Eins ist so weich, das möchte Benno am liebsten behalten.

Tag 5 Dienstag

Früh aufstehen, um um 8:00 Uhr am Dolphin Discovery Center zu sein.

Aber und wie sich das lohnt!

Wir sehen mehrere Delfine in der Bucht.

Und eine Mutter mit ihrem Kalb sogar aus nächster Nähe! Definitiv ein Highlight des Urlaubs!

Ok die Baustelle daneben ist, wenn betoniert wird, dann auch mal ganz interessant zwischendurch.

Mittagessen wird durch das leckerste Eis Westaustraliens ersetzt. Simmos‘s Icecream hat nicht nur Riesenbällchen und bestimmt 50 Sorten, sondern auch noch einen schönen Spielplatz und ein Emu. Zum Glück hab ich noch ein Päckchen Körner vom Wildlife Park in der Handtasche. Beinahe hat er ein Loch in Papas Käppi gehackt.

Am Nachmittag fahren wir zu einem Campingplatz am Meer. Wow was für eine Aussicht! Und wieder ein echt super Spielplatz!

Tag 6 Mittwoch

Frühstück mit Spiegelei vom Grill am Spielplatz. Traumhafter Blick aufs Meer und viele viele Surfer, die auf die perfekte Welle hofften.

Besuch in der Ngilgi Cave, einer Tropfsteinhöhle, die 37m in die Tiefe geht. Erst steigt man zig Treppen herab, dann durch einen Kriechtunnel, an dessen Decke ich auf allen vieren mit dem Rücken stieß. Es gab neben dran auch Treppen, haben sie uns nur erst nicht gesagt. Bevor es klaustrophobisch wurde, endete der Tunnel zum Glück in einer großen Höhle.

Das entpuppte sich dann als DER fun factor für die Kinder und sie sind immer wieder geklettert und gerutscht.

Es gab Stalagmiten und Stalaktiten in allen Größen, glitzernde Kristalle und der Clou waren diese Tropfgebilde, die wie hängende Tücher aussahen.

Den Nachmittag verbrachten wir im Yalingup Maze, ein Café mit Labyrinth, Spielplatz mit Hüpfburg und mit Geschicklichkeitsspielen für groß und klein.

Am Abend gabs Burger aus -ups - Kängurufleisch.

Tag 7 Donnerstag

Wir klettern auf den Canal Rocks herum. Es ist super windig, der Himmel ist knallblau und die Sonne scheint. Das macht uns allen Riesenspaß!

Wir fahren durch die Margaret River Region. Hier reihen sich Weingüter, Olivenhaine und Farmen wunderschön aneinander. Man möchte nur fahren und schauen und kann sich gar nicht entscheiden, wo man Pause macht. Wir besuchen kurz eine Chocolate factory.

Dann besuchen wir Cape Leeuwin, where two oceans meet... der indische und der südliche Ozean.

Heute dann mal Camping im Wald ohne Strom am Blackwood River.

Tag 8 Freitag

Puh, endlich Tag, die Nacht war nicht so toll. Erbrechen im Wohnmobil auf einem Campingplatz wie diesem.... mehr muss ich nicht erwähnen. Pipi Unfälle, Nackensteife und eine Blasenentzündung schmücke ich auch nicht weiter aus. Nur das keiner denkt, bei uns läuft immer alles glatt.

Aber egal, wir machen das Beste draus.

Bei Pemberton sehen wir die ersten Karri und Tingle Trees. 400 Jahre alte und bis zu 70m hohe Bäume, erst am Beedleup Wasserfall und dann erklimmen erst ich, dann Björn den Glocester Tree, 53 m hoch! Einer muss immer unten bleiben und die drei Äffchen vom Klettern abhalten. Die Tritte sind ca 40cm auseinander.

In den Stamm gehauene Stahlstäbe und ein Fangnetz aus Draht, das seinen Namen nicht verdient - da wird es auch Leuten ohne Höhenangst weich im Knie. Aber hilft ja nichts, die Plattform will ich sehen. Oben vergisst man, dass man auf einem Baumstamm steht. Eine richtige Plattform aus Stahl und Gitterrost mit Geländer und doppeltem Boden - nichts wackelt.

Diese „Lookouts“ wurden schon vor über 100 Jahren so gebaut, um von oben Buschbrände früh genug zu entdecken.

Dann finden wir Walpole einen wunderbar am See gelegenen Campingplatz mit Luftkissen.

Tag 9 Samstag

Das ist nicht mal eben bloß ein Waldspaziergang. Die Tingle Trees beeindrucken uns so sehr. Man fühlt sich so klein und die Bäume wirken wie unbesiegbare Riesen. Sie haben alle lebenswichtigen Bahnen in den äußeren Ringen und Wurzeln flach und weit. Sie überstehen Buschbrände, brennen manchmal förmlich aus und bilden so richtige Höhlen.

Am Giant Tree Skywalk können wir alle den Wald mal von oben sehen. Man spaziert über leicht schwankende Stahlbrücken durch die Wipfel der Riesenbäume und sieht durch die Gitterroste gaaanz weit unten den Waldboden. Da wachsen so große Grasbüschel, die zu den Bäumen passen, dass man mal die Perspektive eines Insekts erlebt.

Mittagspause in Denmark, in diesem Fall kein Land, sondern ein nettes Städtchen.

In Albany campen wir am Middleton Beach: so flach, so weit, sooo weißer Sand und flache, lange Dünen - traumhaft schön und: SAUBER! Liebes Asien, liebes Thailand, hier ist die Welt noch in Ordnung! Mein plastikkrankes Herz für die Weltmeere hat hier mal Urlaub.

Tag 10 Sonntag

The Gap ( Viewing Platform) und Natural Bridge im Torndirrup National Park. Man steht auf einer über die Felsspalte auskragenden Plattform. Die Wellen schlagen mit großer Wucht in die Spalte rein, das Wasser spritzt 20 m hoch und schäumt, dass es aussieht wie Milch.

Die Natural Bridge sind Felsbrocken aus Gneiss, einer der härtesten Steinsorten, allerdings mit natürlichen Fugen.

Die Brücke war einmal eine Felswand. Über 100e von Jahren sind die unteren Blöcke unterspült worden und weggebrochen.

Bei strahlendem Sonnenschein kann man sich gar nicht satt sehen an den tobenden Wellen, der Gischt und diesen gigantischen Felsblöcken.

Dann machen wir uns auf eine längere Fahrt durch das Outback, um im Porongurup National Park einen Berg zu besteigen. Dass es mal wieder so atemberaubend wird, hätten wir nicht gedacht.

2,2 km können für 4-jährige Beine sehr weit sein, vor allem, wenn es die ganze Zeit bergauf geht und manche der Steine und Wurzeln oberschenkelhoch sind. Aber zusammen schaffen wir es und es lohnt sich! Als die Bäume sich lichten und wir den vermeintlichen Gipfel erreichen, richten sich riesige rundliche und eckige Felsbrocken vor uns auf. Sie wirken als hätten Riesen mit Kieselsteinen gespielt.

Die mutige Mona setzt sich unter diesen Findling, der der Schwerkraft widerspricht.

Wir klettern über riesige Steine und quetschen uns durch Spalten, manchmal gibt es Griffe zur Hilfe und erreichen eine Leiter.... aha, also rauf da. Und dort: wow, wie haben die das nur wieder hierhin gebaut? Eine architektonische Meisterleistung diese Plattform, die mal wieder knieerweichend über die Felsen auskragt und einen absolut freien Ausblick bietet.

Am Abend sitzen wir unter dem maximalen Sternenhimmel. Wieder einmal reichen Superlative nicht aus, um zu beschreiben, was man dabei sieht und empfindet. Millionen von Sternen über uns, man sieht unterschiedliche Größen, Helligkeiten und Farben - und nicht nur plakativ. Man hat ein dreidimensionales Erlebnis, es erscheint sie sind an verschieden langen Fäden im Himmel aufgehängt. Es ist absolut traumhaft.

Tag 11 Montag

Müsli mit Joghurt und Obst und ab auf die Straße. Nachdem sich im Westen in kurzen Abständen die sehenswerten Ziele aneinanderreihten, sind hier im Süden die Wege etwas länger. Die Weite und Größe des Landes ist beeindruckend, aber man braucht eben auch etwas länger.

Nach 3h Fahrt durch das Outback...

...erreichen wir Hopetown am Fitzgerald National Park. Man fährt durch Landschaft voller Büsche, die aussehen wie Modellbaumoos in allen Dunkelgrünschattierungen, und ein Lookout folgt auf den nächsten, von dem aus man wunderschöne weiße Strände und schroffe steile Felsen sieht.

Schließlich finden wir für die Nacht mal wieder einen Platz ohne Wasser und Strom, dafür ist das der schönste dieser Art bisher. Total sauber und gepflegt angelegt, Kieswege, dicke grüne Büsche und am Morgen düse schöne Aussicht und ein kleines Baumkänguruh, das uns neugierig anschaut.

Aber erst mal ab in die klaren und echt saukalten Wellen bevor die Sonne untergeht. 

Tag 12 Dienstag

Diesmal wecken uns nicht nur die Krähen von drinnen, sondern auch welche von außen und wir machen uns echt früh auf den Weg.

Heute nur 2h Fahrt auf pillegrader Straße, dann kommen wir in Esperance an.

Schnell eingecheckt, ein bisschen Klarschiff gemacht und zum Twilight Beach. Wir haben totales Glück, dass wir genau heute an diesem perfekten Strand sind, weil es mit 30 grad viel wärmer als an den letzten Tagen ist. Mit Picknick, Sandauto und Meerjungfrauen verbringen wir einen wunderbaren Tag am Meer. Zur besonderen Freude von Björn ist das der allerfeinste und weißeste Sand, indem sich die Kinder wälzen und uns beschmeißen, den man auch mit Wasser kaum abkriegt.

Tag 13 Mittwoch

Zur Abwechslung mal wieder Frühstück mit Aussicht und Spielplatz - herrlich!

Und dann 4h zum Wave Rock. Danke liebe Kinder, dass ihr das alles so toll mitmacht. Ok Käpt‘n Sharky war uns auch eine Hilfe...

Der Campingplatz ist perfekt! Wir parken praktisch auf dem Spielplatz und als uns einfällt, dass der Sonnenuntergang am Wave Rock so schön sein soll, sind Mimi und ich noch eben schnell hingelaufen. Die Sonne haben wir nicht mehr gesehen, aber das Licht war so schön!

"Mama, eigentlich sehen deine Haare genauso aus wie der Wave Rock", sagt Mimi.

Tag 14 Donnerstag

Wir machen eine Wanderung um den Wave Rock herum. Erst gehts durch eine Art Wald, sieht ein bisschen mondmäßig aus, jedenfalls treffen wir wieder ein paar Kängurus.

Dann kommen wir am Hippo‘s Yawn vorbei, eine Höhle auf der Rückseite des Wave Rock, die wie ein gähnendes Nilpferd aussieht.

Dann erreichen wir die Welle, sie ist steiler als gedacht.

Wir versuchen das typische Surferfoto - naja, ist halt nicht jeder gleich talentiert.

Nach einer kurzen Stippvisite im hiesigen Wildpark machen wir uns auf den weiten Weg nach Perth zurück.

Tag 15 Freitag

Hier machen wir in den letzten 2 Tagen unserer beeindruckenden Reise noch ein paar Spielplätze unsicher.

Tag 16 Samstag

Der Whiteman Park mit dem Caversham Wildlife Park: abends gelingt es uns fast nicht mehr alle Tiere aufzuzählen, die wir gesehen haben!

Kängurus, Wallabies, Tree Kängurus, Bettongs, Tiger Quoll, Oppossums, Quokkas, Wombats, Eulen, Papageien und Kakadus aller Arten, Lizzards, Kühe, Pferde, Schafe, Ziegen, Hühner und Fasane, Pfauen, Hunde, Schlangen, Alpacas, Büffel und Flughunde.

Tag 17 Sonntag

Einpacken und nochmal zum Spielplatz.

Was für ein Wahnsinnsurlaub. Es kommt uns vor, als seien wir viel länger weg gewesen. Soviel erlebt, soviel gesehen in 2 Wochen.... das müssen wir erst noch verarbeiten.

Wir sind total glücklich und dankbar über diese tolle Reise durch ein sehr sehr schönes Land.

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